Ruine Neuhäusel im Thayatal

Als ich vor drei Jahren den Thayatalweg durch den Nationalpark Thayatal entlang ging, da erspähte ich auf einem Hügel am gegenüber liegenden Ufer eine Burgruine. Da sie von dieser Seite aus nicht zugänglich schien, merkte ich sie mir für spätere Recherchen vor.

„Novy hradek“, zu Deutsch Ruine Neuhäusel, hieß sie und lag im tschechischen Teil des Nationalparks. Zugänglich war sie gut von der tschechischen Seite. Man kann allerdings auch von Hardegg über die Grenzbrücke auf die tschechische Seite gelangen (Route C), allerdings ist der Weg dann deutlich länger. Im Internet fand ich neben der tschechischen Nationalparkseite, die, was eine Wegbeschreibung betraf, sich nur wenig hilfreich erwies, eine gute Wegbeschreibung auf dem Blog www. bergnews.com. Es gab also einen Wanderweg dorthin. Um die Beschilderung machte ich mir keine Sorgen, denn Wanderwege in der Tschechei und Slowakei sind vorzüglich ausgeschildert und markiert.

Wie auf bergnews.com beschrieben, eignet sich Podmoli weitaus besser als Ausgangspunkt als das benachbarte Lukov, in dem das tschechische Besucherzentrum beiheimatet ist. Man erreicht den kleinen Ort über Znaim, womit sich die Halbtageswanderung gut mit einem Besuch der schönen Stadt Znaim kombinieren lässt (wie bereits auf diesem Blog beschrieben). Knapp hinter der österreichischen Grenze kommt man auch an der Excalibur City vorbei, wo es außer Shopping und plumpem Entertainment nicht allzu viel zu sehen gibt. Im Ort selbst trifft man an der Straße auf die grüne Markierung und folgt ihr bis zum ersten Wegweiser, wo man das Auto auch gut am Trailanfang abstellen kann.

An diesem markanten Punkt in Podmoli beginnt der Weg in den Wald.

Der Weg ist von Beginn an gut ausgeschildert.

Es geht auf guten Wegen zum Teich Zlebsky potok, der mit seinem blaugrün schillernden klaren Wasser idyllisch im Wald liegt. Auch hier steht ein Wegweiser. Es geht weiter zum Ort Pricky, an dem man auf den asphaltierten Güterweg von Lukov trifft. Nun folgt man der grünen Markierung weiter bis zur Ruine Neuhäusel. Diese kann man nur im Rahmen einer Führung betreten, was aber gut angelegtes Geld ist (der Eintritt kostet nur ein paar Euro), denn von außen bekommt man fast nichts zu Gesicht, nicht einmal die Thaya, die sich tief unterhalb durch den Wald windet.

Eintritt in den Nationalpark

Der Teich Zlebsky Potok

Der Wegweiser beim Teich samt Rastplatz.

Die Stelle, die als Pricky bezeichnet ist. Im Wartehaus im HIntergrund findet man Informationen zur Ruine (nächstes Bild).

Nach ca. 1,5 Stunden gemütlichen Marsches hat man die Ruine erreicht. Mehr als auf diesem Foto sieht man von außen nicht.

Die Führung selbst ist auf Tschechisch, weshalb man auch nicht allzu viel vom Gesagten mitbekommt. Es gibt aber Mappen mit deutsch- oder englischsprachigen Informationen, und unsere Führerin war so bemüht, uns immer wieder zu erklären, wo genau wir uns innerhalb der Burganlage befanden. Grob gesagt, besteht sie aus einem alten und einem neuen Teil. Sehr schön ist auch die Aussichtsplattform, von der man aus auf den Kernnationalpark mit seiner markanten Thaya-Schlinge blickt.

Der alte Burgteil …

… den man nur durch ein mit einem schweren Metallgitter gesichertes Tor erreicht.

Der neue Burgtrakt sieht auch wesentlich moderner aus.

Er ist auch noch besser erhalten.

Über den neuen Burgteil erreicht man auch die Aussichtsplattform …

… die einen schönen Ausblick auf einen Kernbereich des NP ermöglicht.

Blick auf den Thayatalweg 1 (roter Weg).

Blick von oben auf den massiven Burgneubau.

Im Nationalpark selbst kann man ruhig ein paar Tage verweilen, denn es gibt sehr schöne Wanderungen und Ziele, auf österreichischer wie auf tschechischer Seite. Neben Hardegg mit seiner Burg ist auch die tschechische Stadt Vranov (Frein) einen Abstecher wert, denn das Schloss hoch oben auf dem Felsen ist durchaus sehenwert.

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