Ljubljana: Sloweniens Geliebte

Im letzten Blog habe ich ganz bewusst Ljubljana (Laibach), die Hauptstadt Sloweniens, ausgespart, denn sie bekommt heute ein eigenes Feature. Der Name der Stadt bedeutet „die Geliebte“, und ich gehe einmal davon aus, dass damit von Anfang an die Stadt gemeint war, und nicht die Mätresse eines ehemaligen Bürgermeisters. „Er ist in Ljubljana“, wäre ansonsten mehrdeutig gewesen.

Ein Wahrzeichen der Stadt ist der geflügelte Drache, und da beginnt man unweigerlich, Parallelen zur gar nicht weit entfernten Landeshauptstadt Kärntens – Klagenfurt – zu ziehen. Immerhin ist deren Wahrzeichen ein Lindwurm. Vielleicht sind ein Drachen und ein Lindwurm zoologisch betrachtet aber auch grundverschieden. Vielleicht wurde ein und dasselbe Tier von den einen als Drachen, von den anderen aber als Lindwurm betrachtet. Der Legende nach wurde das Tier jedenfalls vom Argonauten Jason kalt abserviert, und ihn können wir nicht mehr befragen. Wahrscheinlich war es ihm auch Wurst (sofern die Story stimmt).

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Drachenbrücke in Ljubljana. Im Hintergrund die Burg.

Ljubljana sei ein Prag ohne Massen, meinte einmal die Financial Times, und ja, die Massen sah ich nicht, sich durch die Straßen wälzen, an jenem verregneten Morgen, und den Vergleich mit Prag finde ich persönlich doch ein wenig weit hergeholt, aber die Altstadt ist nett und kompakt zwischen dem Fluss Ljubljanica und dem Burgberg gelegen, und an einem sonnigen Tag hätte sie mich vermutlich auch das eine oder andere Mal in Verzückung versetzt. Der Presernov Platz mit seiner Dreibrückenanlage ist definitiv ein Schmuckstück. Aber die Stadt passt zu Slowenien, denn es ist ein kleines Land, und ein kleines Land benötigt keine Hauptstadt von den Ausmaßen New Yorks.

Presernov Trg mit den drei Brücken.

Presernov Trg mit den drei Brücken.

Die Franziskaner Kirche am Presernov Trg.

Die Franziskaner Kirche am Presernov Trg.

Die Ljubljanica

An der Ljubljanica

Burgen liegen auf Bergen, und Ljubljana macht da keine Ausnahme. Mit einer kleinen Standseilbahn (oder zu Fuß) gelangt man zu ihr. Oben gibt es ein Museum, Führungen und Aussicht. Zumindest die Aussicht ist gratis. Und auch die Regentropfen gingen aufs Haus.

Innenhof der Burg Ljubljana

Innenhof der Burg Ljubljana

Blick von der Burg auf die Stadt.

Blick von der Burg auf die Stadt.

Der Presernov Trg von der Burg aus gesehen.

Der Presernov Trg von der Burg aus gesehen.

Vermutlich gäbe es über die Stadt noch sehr viel mehr zu erzählen, doch blieben wir wetterbedingt nur einen halben Tag. Bei besserem Wetter wäre auch der Tivoli-Park einen Besuch wert gewesen. Es lockte das Meer und es lockte der Süden, und so ging es schnurstracks weiter in die Küstenstadt Piran. Davon erzählt der vorhergehende Blogbeitrag.

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