Vielseitiges Slowenien

Slowenien ist ein kleines Land, kleiner noch als Österreich (etwa ein Viertel so groß), doch in seiner Vielseitigkeit ist es ganz groß. Von den schneebedeckten Bergen des Triglav-Nationalsparks bis zu den mediterranen Orten wie Piran oder Portoroz gibt es viel zu entdecken. Und das alles innerhalb weniger Autostunden. Wenngleich, ein bisschen Zeit sollte man sich schon lassen, denn Reisen in Slowenien bedeutet auch Genuss und Entschleunigung. Packen wir also unsere Sachen ins Auto und drehen eine kleine Runde durch das Land.

Unser erster Halt ist in Sloweniens ältester Stadt, Ptuj. Es ist leicht zu erreichen, denn es ist nur ein kurzer Abstecher von der Autobahn Richtung Zagreb. Beim Überqueren der Drava (Drau) erhält man einen ersten Ausblick auf die an einem Hügel gelegene Altstadt, der zugleich auch einer der schönsten ist.

Ptujs Altstadt von der Drau aus gesehen.

Ptujs Altstadt von der Drau aus gesehen.

Die Altstadt ist kompakt und zu Fuß gut erschließbar. Den Weg hinauf zum Schloss sollte man nicht verpassen, denn man wird mit einem wunderschönen Ausblick über die mit roten Ziegeln gedeckten Dächer belohnt.

Georgskirche

Georgskirche

Innenhof von Schloss Ptuj

Innenhof von Schloss Ptuj

Blick über die Dächer von Ptuj

Blick über die Dächer von Ptuj

Rathaus

Rathaus

 

Eine weiterer alter Ort, der optisch weit älter wirkt als Ptuj, ist das im Westen gelegene Bergdorf Stanjel. Dicke Mauern schützen die Häuser, und alles wirkt, als hätte man es mit einer „Lost World“ aus dem Mittelalter zu tun. Es ist ein kurzer, aber interessanter Spaziergang durch die slowenische Geschichte. Vom massiven Wehrturm hat man einen guten Ausblick auf die Umgebung. Am anderen Ende des Orts gelangt man in einen kleinen, aber prächtigen Garten im venezianischen Stil.

Das Bergdorf Stanjel von der Straße aus gesehen (Haupteingang).

Das Bergdorf Stanjel von der Straße aus gesehen (Haupteingang).

Blick vom Wehrturm über Stanjel.

Blick vom Wehrturm über Stanjel.

Blick vom Wehrturm in die umgebende Bergwelt.

Blick vom Wehrturm in die umgebende Bergwelt.

Alter Brunnen in Stanjel.

Alter Brunnen in Stanjel. Die Gassen sind nicht asphaltiert.

Ferrari-Garten im venezianischen Stil.

Ferrari-Garten im venezianischen Stil.

 

Eine ganz andere Umgebung offenbart der mediterrane Südwest-Zipfel des Landes. In Orten wie Piran, Portoroz oder Koper wähnt man sich in weit südlicheren Gefielden. Kommt man auf der Autobahn von der Hauptstadt Ljubljana, so glaubt man in Meeresnähe in einer anderen Welt zu sein. Mediterrane Vegetation und ihre ganz speziellen Düfte versetzen einen augenblicklich in Urlaubsstimmung. Auch ist das Klima wärmer als in den anderen Landesteilen. Während sich Piran durch seine (autofreie) Altstadt und den malerischen Hafen auszeichnet, wendet sich Portoroz eher an eine Erholung suchende und zahlungskräftigere Klientel. Die Küstenstadt Koper besticht ebenfalls durch ihre venezianische Vergangenheit.

Mediterrane Vegetation im Südwesten des Landes.

Mediterrane Vegetation im Südwesten des Landes.

Hafen in Piran. Das Auto muss draußen bleiben.

Hafen in Piran. Das Auto muss draußen bleiben.

Der Tartini-Platz im venezianischen Stil ist das Herz der Stadt.

Der Tartini-Platz im venezianischen Stil ist das Herz der Stadt.

Blick über die Altstadt Pirans von den alten Festungsmauern aus.

Blick über die Altstadt Pirans von den alten Festungsmauern aus.

Alte, Kopfstein-gepflasterte Gassen in Piran.

Alte, Kopfstein-gepflasterte Gassen in Piran.

Prätorenpalast am Titov-Platz. Rathaus und venezianischer Regierungssitz.

Prätorenpalast am Titov-Platz (in Koper). Rathaus und venezianischer Regierungssitz.

Blick vom Campanile der Kathedrale in Koper.

Blick vom Campanile der Kathedrale in Koper.

Koper04-001

Alter Brunnen in Koper.

Der Ort Izola ist ein weiteres Highlight am Golf von Triest.

Der Ort Izola ist ein weiteres Highlight am Golf von Triest.

 

Lassen wir das Mittelmeer hinter uns und fahren wir weiter nördlich durch das Soca-Tal, wo der blaugrüne Gebirgsfluss wild talabwärts strömt. Im Laufe der Fahrt erreichen wir auch das Örtchen Kobarid, das in idyllischer Landschaft am Fuße der Julischen Alpen liegt, und südliches Flair mit alpiner Bergwelt vereint. In der Umgebung findet man auch nette Pensionen für eine Übernachtung. Das alles liegt innerhalb einer Tagesetappe. In der Früh am Mittelmeer aufgewacht und am Abend am Fuße der Alpen zu Bett gehen. Slowenien macht es möglich.

Entlang der Soca.

Entlang der Soca.

Soca-Tal.

Soca-Tal

Soca-Tal

Soca-Tal

Kirche bei Kobarid.

Kirche bei Kobarid

Übernachtung im idyllischen Dorf Idrsko in der Nähe von Kobarid.

Übernachtung im idyllischen Dorf Idrsko in der Nähe von Kobarid.

 

Noch weiter geht es in die Berge hinauf. In engen Kehren windet sich die Straße auf den Vrsic-Pass, der auf der anderen Seite in den bekannten Weltcup-Skiort Kranjska Gora hinunterführt. Im Frühjahr sind die Gipfel noch schneebedeckt, und wenn man Pech hat, ist auch die Passstraße noch gesperrt. Wir hatten allerdings Glück, auf schneefreier, trockener Straße die Bergwelt zu genießen. Vom Vrsic-Pass sieht man auch weit in den Nationalpark Triglav hinein, der nach dem mit 2864 m hohen Triglav – Sloweniens höchstem Berg – benannt ist.

In den Julischen Alpen über den Vrsic-Pass.

In den Julischen Alpen über den Vrsic-Pass.

Durch dieses Tal ist man an diesem Punkt gekommen. Zum Pass ist es nun nicht mehr weit.

Durch dieses Tal ist man an diesem Punkt gekommen. Zum Pass ist es nun nicht mehr weit.

Am Vrsic-Pass. Nun geht es hinunter nach Kranjska Gora.

Am Vrsic-Pass. Nun geht es hinunter nach Kranjska Gora.

Triglav04-001

Kurz vor Kranjska Gora.

Kurz vor Kranjska Gora.

 

Von Kranjska Gora könnte man zB. noch nach Bled fahren, mit seiner kleinen Seeinsel, auf der eine Kirche steht. Auch die Skiflug-Schanze von Planica ist nicht allzu weit. Wir machten uns auf den Heimweg nach Wien über den Themenpark Minimundus im österreichischen Kärnten. Dem Reisenden sind wie immer kaum Grenzen gesetzt.

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