Jubel und Elend auf der Schallaburg

Dieses Jahr jährt sich der Beginn des ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Es war der erste große weltumfassende Krieg in der Geschichte, und doch hat es so viele Kriege in der Geschichte der Menschheit gegeben, dass dieses Ereignis wahrlich „beeindruckende“ Dimensionen gehabt hat, um unter ihnen eine solche „herausragende“ Stellung einzunehmen. Eine Sonderausstellung auf der Schallaburg in Niederösterreich widmet sich diesem traurigen Kapitel.

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Neben zahlreichen Bild- und Videodokumenten finden sich auch zahlreiche Ausstellungsstücke aus dem Alltag von Soldaten und Daheimgebliebenen. Augenzeugenberichte einiger ausgewählter Personen ziehen sich durch die gesamte Ausstellung. Sie zeugen davon, wie sich die anfängliche Zustimmung der Bevölkerung zu Ernüchterung und Verzweiflung wendet. Aufgrund der fortschrittlichen Kriegstechnologie steigen die Verluste in noch nie dagewesene Dimensionen. Wie ein Lauffeuer breitete sich der Krieg ausgehend von der Kriegserklärung Österreich-Ungarns in Europa aus, doch der Brand entwickelte eine Eigendynamik, die erst vier Jahre später in einem kriegsmüden und von Engpässen gezeichneten Europa ein Ende fand. Die politische Landkarte des Kontinents war neu gezeichnet.

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Doch nicht nur wegen der Ausstellung ist die Schallaburg einen Besuch wert. Der ehemalige Grafensitz in der Nähe des niederösterreichischen Klosters Stift Melk wurde über die Jahrhunderte zu einem ansehnlichen Renaissance-Schloss mit schönem Ziergarten ausgebaut. Im Rahmen eines kleinen Burgrundganges erhält man einige Eindrücke vom Inneren der Anlage. Achtung: die Burg ist nicht ganzjährig geöffnet!

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Besonders der historische Garten ist jetzt im Frühling hübsch anzusehen. Hunderte rote Tulpen leuchten aus den Beeten, die im Stile eines italienischen Gartens angelegt sind. Doch neben den bunten Blumen finden sich auch nützliche Kräuter und Obststauden zwischen den niedrigen, glatt getrimmten Puxbaum-Reihen.

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Wer nach der Besichtigung noch Zeit hat, kann einen Abstecher zum Stift Melk machen, oder zur rund 20 Fahrminuten weit gelegenen Burg Plankenstein.

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