Es herbstelt

Der Herbst ist für mich eine zwiespältige Jahreszeit: zum einen verkündet er den heran nahenden Winter, die Jahreszeit, die ich hasse, zum anderen wartet er mit eindrucksvollen Farbkompositionen auf, speziell an jenen Tagen, an denen die milde Oktober-Sonne ihre Strahlen durch die bunten Blätter schickt und klamme Gliedmaßen wärmt. Es sind die Tage, an denen ich in die Natur hinaus muss, um jeden Preis draußen sein möchte, denn sie wärmen die Seele. Und dieses Jahr verwöhnt uns der Oktober an den Wochenenden ganz besonders.

Wien ist diesbezüglich (für eine Großstadt) eine gute Location, denn die Natur findet man ringsherum, ohne dass man allzu weit fahren muss. Wenn ich auf mein Mountainbike steige und in den Wienerwald radle, tauche ich bereits innerhalb des Wiener Stadtgebietes in großartige Natur ein. Die dieser Tage auch bunt gekleidet ist:

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Dass Wien auch Weinbaugebiet ist, ist vielleicht nicht ganz so bekannt, obwohl die Tradition der Wiener Heurigen ja von irgendwoher kommen muss:

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Eine ganz andere Kulisse vermitteln die Donau-Auen, die als Nationalpark unter Schutz gestellt wurden, nachdem ein guter Teil davon in den Achtzigerjahren beinahe einem Kraftwerk zum Opfer gefallen wäre. Die Ruhe, die über den Altarmen und Donaustränden liegt, wird sogar in den Fotos spürbar. Frei nach dem Motto „Variatio delectat“ (Es lebe die Abwechslung) erfolgte die Anreise in diesem Fall mit dem Motorrad, um nur ja keinen Moment im Freien zu verschenken. „Bike and hike“ hieß die Devise, das Wandern entlang ausgewählter und für die Öffentlichkeit frei gegebener Routen. Dass ich diese Auen vor langer Zeit mit meinem Vater von vorne bis hinten und in die entlegensten Winkel durchstreift habe (bevor es überhaupt noch einen Nationalpark gab), ist eine andere Geschichte.

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Auch die Wiener Hausberge sind zu dieser Jahreszeit etwas ganz Besonderes. Zu den höheren von ihnen ist man zwar 60 bis 75 min mit dem Auto unterwegs (womit sie nicht mehr wirklich vor dem Haus liegen; dort liegt ein Frachtenbahnhof, der als unterhaltsame Geräuschkulisse dient – vor allem in der Nacht), doch die Fahrt lohnt.

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Doch auch im Stadtgebiet treibt der Herbst sein buntes Unwesen, in den Parks und an Wänden, so dass man die Stadt nicht einmal verlassen muss:

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Schade nur, dass dieses Schauspiel nicht lange währt und schon bald von Väterchen Frost abgelöst wird, der zwar auch nett anzuschauende Landschaften zaubern kann, aber für meinen Geschmack zu viel Kälte bringt, und das auch noch viel zu lange. Was soll also, bitte schön, das ganze Gerede von der Erderwärmung? 😉

Weitere Herbstmotive finden Sie in meiner Fotogalerie „Goldener Herbst“.

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