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Thailändische Curries PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Albert Karsai   
Freitag, den 03. Dezember 2010 um 21:16 Uhr

Thailändische Curries sind meine Lieblingsgerichte schlechthin. Vorausgesetzt sie sind gut zubereitet und nicht zu scharf. Da für die Herstellung der Pasten eine Reihe exotischer Zutaten von Nöten sind (siehe auch Kleine Warenkunde), stellt die Verwendung von im Handel erhältlicher Pasten eine gute Alternative dar. Auch in Thailand kaufen viele Hausfrauen frisch zubereitete Pasten am Markt, wo eine große Vielfalt angeboten wird. Der Geschmack und die Schärfe dieser Pasten ist dabei ganz unterschiedlich: sie reichen von mild bis feurig scharf, wobei thailändische Pasten im Plastikbeutel in der Plastikdose meist am schärfsten sind. Von scharfen Fabrikaten kann man halt nur wenig einsetzen, und dann leidet der Geschmack. Daher verwende ich gerne milde Pasten und gebe etwas Schärfe dazu (z.B. durch Beimengung scharfer Pasten oder einem Chili; auch Chilipaste mit Thaibasilikum eignet sich hierfür hervorrragend). Rote, Grüne, Gelbe und andere Currypasten unterscheiden sich durch die Zutaten, als auch dem Einsatzbereich: Grünes Hühnercurry ist ein Klassiker, während rote Paste häufig für Schein, Rind oder Meeresfrüchte verwendet wird (verwenden Sie sie doch einmal für gebratenen Reis!). Ich lasse mich dadurch aber nicht zu sehr einengen. Gut ist, was schmeckt.


Generell benötigt man für ein Thai-Curry die Currypaste selbst und Kokosmilch. Das alleine gibt aber noch lange kein gutes Curry. Einige andere Zutaten sind daneben von entscheidender Bedeutung, soll das Gericht auch wirklich nach Thailand schmecken.

  • Zucker und Fischsauce (und ev. Limettensaft) zum Abrunden. Fischsauce ist nicht nur Salz, sondern auch Gewürz.
  • Thai-Basilikum (mit unserem Basilikum nicht zu vergleichen)
  • Kaffir-Limetten (Schalen, Blätter)

Die Fischsauce ist ein unverzichtbarer Bestandteil der südostasiatischen Küche (vor allem Thailand und Vietnam). Thai-Basilikum und Kaffir-Limette machen aus einem guten (grünen) Curry erst ein thailändisches Curry. Beide Zutaten sind in guten Asia-Läden erhältlich, da sie aber auch nicht allzu lange erhalten, lasse ich sie der Bequemlichkeit halber meist weg (mit den damit verbundenen geschmacklichen Einschränkungen). Die Gemüsesorten sind dabei von untergeordneter Bedeutung, sollten sich aber nicht zu sehr zerkochen (und müssen aus diesem Grund aufeinander abgestimmt werden).


Zubereitung:

  • Öl in Wokpfanne oder Topf erhitzen und Currypaste kurz darin anbraten (nicht zu heiß!)
  • Kokosmilch -oder creme dazugeben (wieviel? soviel ich brauche) und solange rühren, bis das Öl oben auf schwimmt
  • das Fleisch dazugeben (Tofu vorher anbraten), köcheln lassen, bis es an der Oberfläche gar ist, dann Gemüse und Limettenblätter bzw. -schalen zugeben
  • Fischsauce und Zucker dazu, mit Wasser (oder Suppe) aufgießen, um die Kokosmilch zu verdünnen (wieviel? soviel wie nötig ist, ein cremiges, leichtes Curry zu erzielen; max. gleiches Volumen wie Kokosmilch)
  • köcheln lassen, bis alle Zutaten gar sind
  • am Schluss Basilikum zugeben und kurz mitziehen lassen
  • eine Weile stehen lassen (mir schmeckt das Curry am besten, wenn es ein wenig ausgekühlt ist) und ggf. mit Zucker, Fischsauce und Limettensaft abschmecken


Im folgenden eine typische Zutatenliste für ein grünes Hühnercurry:

200g Hühnerfleisch
2 Tassen Kokosnusscreme
100g kleine thailändische Auberginen
5 Blätter der Kaffir-Limette
2 Tassen Hühnerfond oder -suppe
1/2 Tasse Basilikumblätter
1 EL Fischsauce
1/2 EL Palmzucker
2 EL grüne Currypaste

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 03. Dezember 2010 um 23:12 Uhr
 



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