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Ein Leben auf der Straße: Straßenhändler in Hanoi PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Albert Karsai   
Dienstag, den 15. September 2009 um 20:46 Uhr
Diese Reportage basiert auf einer Ausstellung des Women's Museum in Hanoi und berichtet vom Leben der Straßenverkäufer in der vietnamesischen Hauptstadt.

„Ai mua banh khuc?“, ertönt es durch die Nacht. „Ai mua banh khuc?“ Langsam bewegt die hagere Gestalt mit dem Pyjama und dem Spitzhut das überbeladene Fahrrad durch die engen Gassen. Und immer wieder „Ai mua banh khuc?“, unermüdlich, monoton, in rythmischen Intervallen.Die Nacht ist kühl, und leichter Nieselregen hüllt die Stadt in einen feuchten Schleier. „Ai mua banh khuc?“ Viel hat sie heute noch nicht verkauft. Die Müdigkeit sitzt ihr in den Knochen, doch ein oder zwei Runden noch, dann ist Schluss. Aus den Häusern dringt Licht, und durch die offenen Türen erhascht sie flüchtige Blicke auf Familien, die sich im Wohnzimmer vor dem Fernseher versammelt haben und miteinander plaudern und lachen. Ihre eigene Familie sitzt daheim und wartet auf ihre Rückkehr. „Ai mua banh khuc?“ Früher war alles einfacher gewesen. Sie hatten nie ein luxuriöses Leben geführt, doch die grundlegenden Bedürfnisse waren abgedeckt. Doch dann verlor der Mann den Job, und als Motorradtaxi-Fahrer lag sein Verdienst deutlich unter dem Einkommen als Angestellter einer Firma. Der älteste Sohn beendete die Schule und ging zur Universität, was ein weiteres Loch in die Familienkasse riss. Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig, als selbsthergestellte Lebensmittel zu verkaufen. Ohne eigenen Laden wurde die Straße zum Verkaufslokal. „Ai mua banh khuc?“ Nun reichen die gemeinsamen Einkünfte gerade noch zum Überleben. Die ganze Hoffnung ruht auf den beiden Söhnen. Nach Beendigung ihres Studiums werden sie hoffentlich einen guten Job finden und die Familie finanziell unterstützen. Doch bis dahin heißt es, mit dem Fahrrad Tag für Tag unzählige Runden zu drehen. „Ai mua banh khuc?“

Und genau das raubt mir den Schlaf! Ich liege in meinem Bett und blicke genervt auf die Uhr. Eine Stunde nach Mitternacht! Wenn sie wenigstens ab zehn Uhr abends daheim blieben. Aber nein, manche ziehen mit ihren scheppernden Stimmen, die sie aus Tonkonserven mittels Lautsprecher in die Umgebung verbreiten, noch weit nach Mitternacht durch die Gassen. Anfangs brachte mich das noch derart auf die Palme, dass ich mir Racheakte überlegte. Ich plante, auf der Terrasse einen Eimer mit Wasser bereitzuhalten, den ich bei Bedarf dem nächtlichen Störenfried über den Kopf leeren konnte. Gerne hätte ich auch die Reifen zerschossen oder Reisnägel gestreut. Besonders die letztere Maßnahme würde auch die Motorradfahrer stoppen, die laut hupend mitten in der Nacht durch die Straßen lärmen. Doch natürlich tat ich es nicht, nicht zuletzt auch, weil ich mir diesen Aktionen ins eigenen Bein geschossen hätte. Ein pitschnasser und zeternder Verkäufer vor dem Haus verbessert den Schlaf auch nicht nennenswert. Später nahm ich es mit einer Art kalten Verachtung hin, getröstet durch den Gedanken, dass irgendwann die Zeit kam, in der ich von diesem Übel befreit wurde.

In diesen Situationen vergisst man leicht die menschlichen Schicksale, die sich hinter den behäbig wirkenden Gestalten verbergen, die auf ihren Rädern durch die Gassen fahren oder ihre Handkarren über den holprigen Boden schieben. In den meisten Fällen verstehe ich nicht, was sie rufen, doch ich erkenne sie am Klang ihrer Stimme oder dem Rythmus ihres monotonen Sprechgesangs. Sie verkaufen selbstgemachte Lebensmittel oder Hausrat, bieten kleinere Reparaturarbeiten an oder sammeln Rohstoffe, um diese dann gegen ein geringes Entgelt weiterzuverkaufen. Da gibt es zum Beispiel die Frau mit der Reibeisenstimme, die immer morgens und mittags an unserem Haus vorbei kommt. Sie führt Strohmatten und kleine geflochtene Körbe mit sich, mit denen sie das Fahrrad vollpackt. Oder der dunkelhäutige, drahtige Mann mit seinem grünen Helm, der eine Art süßes Brot verkauft. Seine Laute verfolgen mich noch bis in meinen Schlaf. Seinen Namen kenne ich nicht. Eine Nummer auf der Straße. Wie die Frau mit der Waage, deren Erkennungsmelodie ich auswendig summen kann. Sie arbeiten jeden Tag, Jahr für Jahr. Sie sind die „unteren Zehntausend“.

Hanoi, Frühjahr 2009. Eine stattliche Zahl Schautafeln füllt den geräumigen Saal und schildert eindringlich die kargen Bedingungen, unter denen Hanois Straßenverkäufer ihr Leben fristen. Es ist gekennzeichnet durch Armut, Improvisation und Entbehrungen, durch einen permanenten Kampf ums Überleben und mit der korrupten Obrigkeit. Und Existenzängste, denn Hanois Stadtverwaltung sagt dem unorganisiertem Straßenverkauf den Kampf an. Die Meinung der Betroffenen dazu liegt auf der Hand. Die Meinungen der Experten und Konsumenten gehen auseinander. Billige Nahversorgung versus chaotisches Straßenbild. Städtische Entwicklung versus ein Leben am Existenzminimum.

Die aufgestellten Fahrräder in der Mitte des Raumes, vollbepackt mit Körben und Gestellen, in denen Porzellan- und Bambuswaren fein säuberlich aufgeschlichtet sind, sehen wie die Exponate eines Aktionskünstlers und Provokateurs aus. Doch sie entsprechen der Realität, wovon sich jeder Hanoi-Reisende selbst überzeugen kann. Fahrräder mit hohen Aufbauten, mit Kleiderständern und Holzreifen, oder Motorräder mit unzähligen Getränkekisten oder runden Plastiktrommeln auf der Seite, vollführen auf den Straßen einen waghalsigen Balanceakt. Die Frage nach der Verkehrssicherheit erübrigt sich. Die Frage, wie diese zierlichen Frauen (denn um solche handelt es sich in der Mehrzahl) mit dieser Belastung zurechtkommen, ebenso. Es muss einfach gehen. Und Asiens Frauen sind zäh. Doch lassen wir sie selbst zu Wort kommen:

„Ich komme aus dem „Feuerwerks-Dorf“ Binh Da. Nachdem die Herstellung von Feuerwerkskörpern verboten wurde, begannen die Leute, Waren auf der Straße zu verkaufen. Ich habe zwei schulpflichtige Kinder. Mein Mann und ich haben ein wenig Farmland, aber es wirft nicht genügend Geld ab, um die Familie zu ernähren. Außerdem will die Regierung dieses Land enteignen, um einen Industriepark zu bauen. Jetzt fahre ich jeden Tag mit meinem Fahrrad nach Hanoi, um verschiedene Dinge zu verkaufen. Neben Zuckerrohr verkaufe ich auch Früchte.“

„Ich heiratete mit 21. Kurze Zeit später bekam ich ein Kind, was mein Leben deutlich erschwerte. Ich musste auf dem Markt verkaufen, da es zu Hause nichts für mich zu tun gab. Nun leben meine Kinder bei den Großeltern, während mein Mann und ich nach Hanoi kommen, um Geld zu verdienen.“

„Ich beginne den Tag sehr zeitig und komme spät am Abend zurück. Meine Kinder sind noch klein und können mir bei der Hausarbeit nicht behilflich sein, deshalb beginne ich selber mit dem Kochen, sobald ich daheim bin. Wir essen jedes Mal sehr spät. Mein Mann und ich leben in getrennten Apartments, und ich muss mich um die gesamte Hausarbeit kümmern, obwohl ich nach einem harten Arbeitstag so müde bin.“

Offiziell hat Hanois Stadtregierung die Straßenverkäufer bereits aus einigen Straßenzügen verbannt, doch diese haben keine andere Wahl, als wie bisher weiterzumachen, mit der Angst vor Polizeikontrollen als stetigem Begleiter:

„Ich weiß über das neue Gesetz Bescheid, aber ich muss doch meine Familie ernähren. Wir würden verhungern, wenn ich zu Hause bleibe! Unser Farmland ist doch viel zu klein. Als man das Gesetz in Kraft setzte, wurde ich einige Male von der Polizei gejagt, und mein Umsatz blieb deutlich unter den Erwartungen. Gäbe es für uns andere Arbeitsmöglichkeiten, müssten wir nicht diesen Knochenjob verrichten.“

„Dieser Tage gibt es viele Verhaftungen, und daher verstecke ich mein Gemüse in Plastiksäcken, hohlen Bäumen und in engen Gassen. Es macht es einfach für uns, ihnen zu entkommen, und selbst wenn sie uns erwischen, verlieren wir nur wenig. Heute musste ich schon zwei Mal davon laufen. Doch mein einziger Wunsch ist, am Ende des Tages genügend Geld zu haben, um meine Enkelkinder zu ernähren.“

„Manchmal verjagen uns die Leute, weil sie uns nicht vor ihrem Haus oder Geschäft haben wollen. Andere rufen die Polizei. Wenn sie mich erwischen, muss ich eine Strafe von 40.000 - 50.000 VND (umgerechnet ca. 2 Euro) bezahlen. Das ist mein gesamtes Tageseinkommen!“



Das Einkommen, das diese Frauen erzielen, ist äußerst gering. Im Jahr 2008 durchgeführte Studien ergaben, dass den meisten nach Abzug der Kosten für Essen und Transportmittel nicht viel mehr als 1 US-Dollar pro Tag übrig bleibt. Und selbst dieser Betrag gelingt nur unter Beschränkung auf das absolut Notwendigste:

„Wenn ich öffentliche Transportmittel vermeide, bleibt mir mehr Geld übrig. Ich spare auch am Essen. Ich habe nur kalten Reis zum Frühstück und sehr einfache Gerichte tagsüber.“

„Ich verdiene nur etwa 10.000 VND (ca. 50 US-Cent) pro Tag. Ich esse auf der Straße. Meistens gebe ich nur etwa 2.000 VND für eine Mahlzeit aus, das reicht für ein bisschen gebratenes Gemüse oder zwei kleine Stücke gegrilltes Fleisch (Anm.: zusätzlich zum Reis). An Tagen, an denen ich etwas mehr verdiene, kann ich mir eine Mahlzeit mehr leisten oder auch nötige Arzneimittel. Meinen Enkelkindern kann ich ein paar Süßigkeiten kaufen. Für mehr reicht es nicht.“

„Ich verkaufe jeden Tag des Monats, selbst wenn ich krank bin oder bei schlechtem Wetter. Ich bleibe nur daheim, wenn meine Familie ein bedeutendes Ereignis feiert.“



In der Öffentlichkeit ist die Diskussion jedenfalls voll entbrannt. Stadtplaner, Wissenschaftler und Konsumenten sind uneins über die Sinnhaftigkeit dieses neuen Gesetzes:

„Der Straßenhandel hat seinen Ursprung in der Urbanisierung der Gesellschaft. Die ersten Hanoianer waren es gewohnt, alle Güter des täglichen Lebens in einem engen Umkreis einzukaufen, und das begünstigte die Entstehung dieser ausufernden Szene. Somit handelt es sich bei diesem Phänomen um langjährige Gewohnheiten, und dieser Lebensstil ist nicht leicht zu ändern. Trotzdem können die Bedürfnisse eines Segments der Bevölkerung nicht über das Gemeinwohl gestellt werden. Die Bewohner Hanois werden sich daran gewöhnen müssen, nicht aus dem Haus zu stürmen, sobald sie einen vorbeifahrenden Händler hören oder ihre Motorräder überall auf den Gehsteigen abzustellen, um einzukaufen. Das macht ein geordnetes Zusammenleben unmöglich!“

„Ich verstehe, dass viele Leute in Hanoi die Straßenhändler als Problem betrachten und diese in der nahen Zukunft aus der Stadt verbannen wollen. Als Wirtschaftsexperte sehe ich die Angelegenheit allerdings anders. Dieser Sektor versorgt Leute aller Gesellschaftsschichten mit wichtigen Produkten und Dienstleistungen zu einem günstigen Preis. Es ist außerdem ein Sektor, der vielen schlecht ausgebildete Menschen, denen andere Formen der Beschäftigung verwehrt bleiben, zumindest ein geringes Einkommen bietet. Die Straßenhändler Hanois stellen eine wichtige Größe im gesellschaftlichen Gefüge dar, ohne die sich die Schere zwischen Arm und Reich beträchtlich verbreitern würde.“

„Im Augenblick gibt es noch keine Plätze für Straßenhändler, doch bald wird die Gemeinde ein Gesetz verabschieden, welches bestimmte Zonen und Straßenabschnitte in weniger frequentierten Straßen zu Marktgebieten erklärt. Wir beschützen wertvolle traditionelle Lebensweisen unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Gesichtspunkte und eines gewissen ästhetischen Anspruchs aus städteplanerischer Sicht. Sollen veraltete Gewohnheiten um jeden Preis aufrecht erhalten werden? Nehmen wir die „Old Quarters“ als Beispiel: wenn es gelingt, diesen Stadtteil in eine Fußgängerzone zu verwandeln, dann finden auch Straßenhändler ihren Platz. Doch augenblicklich behindern sie nur den Verkehr und haben negative Auswirkungen auf das Stadtbild.“

 

Selbst die Konsumenten sind gespalten:

„Farmland nimmt stetig ab. Deshalb sind viele Landbewohner gezwungen, als Straßenhändler in die Städte zu kommen. Es ist ein hartes Leben. Regen macht ihre Bekleidung nass, die starke Sonne verbrennt ihre Haut, und im Winter zittern sie vor Kälte. Wenn wir diese Leute nicht mehr in unseren Straßen haben wollen, dann müssen wir eben Vorkehrungen treffen, dass sie auf diese Art von Jobs nicht länger angewiesen sind.“

„Ich finde es richtig, den Straßenhandel gesetzlich zu verbieten. Lebensmittelhygiene und –sicherheit sind ein großes Problem. Seit das Gesetz in Kraft getreten ist, sind die Straßen nicht mehr so verstopft und der Verkehr flüssiger. Trotzdem, für die Händler selbst ist es eine Katastrophe.“

„Ich kaufe gelegentlich von Straßenhändlern, weil es so bequem ist. Ich kaufe allerdings nur Gemüse und Obst. Verzehrfertige Speisen oder Frischfleisch sind mir zu riskant, denn sie werden unter unhygienischen Bedingungen angeboten und sind auch oft mit Staub oder Schmutz verunreinigt. Auch weiß ich nicht, woher diese Waren stammen. Meiner Meinung nach sollte die Regierung nur den Verkauf von Risikoprodukten verbieten. Die Nahversorgung mit Obst und Gemüse finde ich aber sehr praktisch.“

Diese Frauen, die den untersten sozialen Schichten entstammen, entwickeln eigenen Strategien, um ihr Überleben in der Stadt zu sichern. Unter Ihresgleichen suchen sie Schutz und die Geborgenheit in sozialen Netzwerken, die auch die kärgliche Freizeit versüßen. Asiaten sind keine Einzelkämpfer, der soziale Zusammenhang wichtig, und alleine wäre es vielen auch gar nicht möglich, sich in der Stadt zu behaupten.

„Meine ältere Schwester brachte mich hierher. Viele Frauen sind aus meinem Dorf. In dieser Gemeinschaft fühle ich mich wohl, während ich zu Hause bei meinem Mann oft traurig bin. Am Anfang vermisste ich ihn, doch schnell gewöhnte ich mich an mein neues Leben. Die Gruppe vertreibt meine Einsamkeit und Traurigkeit, und mein Leben ist besser als daheim bei meinem Mann.“

„Wo immer wir auch herumziehen, verabreden wir uns untereinander, um zu rasten. Meistens halten wir ein Nickerchen auf Parkbänken. Niemand stiehlt von uns, wenn sie etwas kaufen möchten, wecken sie uns einfach auf.“

„Ich zahle monatlich 280.000 VND (ca. 10 Euro) für dieses Zimmer. Da ich keine Küche habe, benutze ich diesen Reiskocher. Alles andere, wie Gemüse, kochen mir die Nachbarn. Ich habe auch gar keine Zeit zum Kochen. Wir essen zu dritt und geben pro Person ungefähr 6.000 VND aus. Den Reis bringen wir von zu Hause mit.“

Und um nicht das Gefühl von Lagerfeuer-Romantik aufkommen zu lassen:

„Ich stehe morgens zwischen drei und vier Uhr auf und verlasse mein Heim um sechs. Zwischen sieben und acht Uhr abends komme ich wieder heim. Unter Tags esse ich in der Straße um ca. 5.000 VND. 7.000 VND pro Nacht kostet mich das Quartier, welches ich mit zwanzig anderen Frauen teile. Eine Million Dong kann ich pro Monat meiner Familie schicken.“

 

Das neue Gesetz verunsichert und macht Angst. Existentielle Angst. Alternativen sind nicht in Sicht, zumindest für die Mehrheit. Einen Arbeitsmarktservice gibt es nicht. Doch Not macht erfinderisch, und Hanois Straßenverkäufer sind Überlebenskünstler:

„Ich habe noch keine Idee, aber wir werden uns wohl etwas überlegen müssen. Wenn uns die Behörden auf der Straße nicht mehr wollen, dann müssen sie spezielle Marktzonen einrichten. Ob wir uns diese Zonen dann auch leisten können, ist eine andere Frage. Andernfalls sind wir vom Hungertod bedroht! Mein Mann und ich haben beide keinen Job, wir haben zwei kleine Kinder, und die Lebensmittelpreise steigen rapide.

“Viele Dinge gehen mir dieser Tage durch den Kopf. Ich habe drei kleine Kinder zu ernähren. Als Straßenhändlerin kann ich sie mit dem Notwendigsten wie Essen und Gewand versorgen, aber wenn mir diese Tätigkeit untersagt ist, wie können wir überleben? Wir können nicht alle in unser Dorf zurückkehren, das ist unmöglich! Ich hoffe, dass dieses Gesetz auf bestimmte Straßenzüge beschränkt wird, wie zum Beispiel das Touristenviertel. Dann werden wir es akzeptieren.“

Ich weiß auch nicht, was mit Hanois Straßenhändlern geschehen wird. Man wird wohl eine pragmatische Lösung finden oder das Gesetz nur halbherzig exekutieren. Sie aus den Old Quarters zu vertreiben, halte ich für kontraproduktiv, denn dort tragen sie, ebenso wie die Rikschas und Motorradtaxis, zu dem unverwechselbaren Lokalkolorit bei, das bei Touristen so beliebt ist (und manchmal gehörig auf die Nerven geht). Die Frauen mit Spitzhut und ihren Handkarren und Fahrrädern, oder den schweren Tragegestellen über der Schulter, werden wohl noch lange durch die Straßen wandern. „Ai mua banh khuc?“.


Das folgende Video soll der akustischen Veranschaulichung dienen:

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. Januar 2011 um 19:43 Uhr
 



Die Geschichten schreibt das Leben selbst. Der Autor fasst sie nur in Worte.

  




 

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