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Tofu selbst herstellen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Albert Karsai   
Samstag, den 22. Dezember 2012 um 20:25 Uhr

Guten Tofu selbst herstellen ist gar nicht so schwer. Mit etwas Übung gelingt das auch mit einfachen Mitteln zu Hause. Sie brauchen dafür nur Sojabohnen, Tafelessig und ein paar Küchenutensilien. Und so gehts:

Zuerst weicht man ca. 800 g Sojabohnen über Nacht in kaltem Wasser ein.



Dann entfernt man die Bohnenhäute in einem Sieb unter fließenden Wasser (der Tofu schmeckt so besser).



Mit einem normalen Haushaltsmixer zerkleinert man die Bohnen, bis man einen dickflüssigen Brei hat. Zu diesem Zweck fügt man wieder Wasser zu den Bohnen im Mixer hinzu (je nach Größe des Mixers macht man das in mehreren Partien hintereinander).



Anschließend presst man den Sojabohnenbrei durch ein Stofftuch durch, um die Sojamilch zu gewinnen.



Nun wird die Sojamilch in einem Topf solange unter Rühren erwärmt, bis sie zum kochen anfängt. Danach gibt man portionsweise ungefähr 1 Trinkglas mit Tafelessig zu, um das Sojaeiweiß dickzulegen (dasselbe Prinzip wie bei der Herstellung von Käse). Wenn diese Menge Essig nicht ausreicht (hängt von der Menge an Sojamilch ab und wie dickflüssig sie ist), gibt man weiteren Essig dazu, bis das Eiweiß sichtbar und vollständig ausflockt. Nun deckt man den Topf zu und lässt noch 5 min weiterköcheln.



Um den Tofu zu pressen, legt man eine löchrige Form (wir verwenden eine kleine Plastikwanne mit Löchern) mit einem Stofftuch aus und gießt das geronnene Eiweiß vorsichtig hinein. Die Flüssigkeit kann durch die Löcher abfließen.



Nun verteilt man die Tofumasse gleichmäßig im Gefäß und deckt sie mit dem Tuch zu. Dann presst man die restliche Flüssigkeit vorsichtig ab, beschwert das Ganze mit einem Gewicht und lässt alles 5 min stehen.



Durch das Gewicht des Topfes ist die Tofumasse nun ein gleichförmiger, schnittfester Block. Man entfernt den Topf, hebt den Tofu aus dem Tuch heraus und kann ihn sofort in kleinere Stücke aufschneiden.



Den rohen Tofu kann man in einer Plastikdose verschlossen einige Tage im Kühlschrank aufheben. Gebraten hält er etwas länger. Der Essiggeruch verflüchtigt sich rasch, sodass der Tofu dann weitgehend neutral schmeckt. Gut gewürzt, lässt sich mit dem Tofu eine Reihe von schmackhaften Gerichten zubereiten. Guten Appetit!



Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. Dezember 2012 um 23:39 Uhr
 



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